Der Time-Saving Design Trend

Der TSD-Trend baut auf der Tatsache auf, dass geduldige Internet-Nutzer immer mehr der Vergangenheit angehören. Dabei muss nicht nur der Server mit schnellen Antwortzeiten und die Website mit performanten Programmierungen aufwarten, sondern jedes Bestandteil einer Website muss schön sein, den Nutzer führen und unterstützen sowie sich nahtlos ins Gesamtkonzept einer Webseite fügen. TSD beschäftigt sich damit dem Nutzer Zeit zu sparen, um das Erlebnis für diesen noch intuitiver zu gestalten. Damit lassen sich auch Conversions erhöhen oder Wahrnehmungen optimieren.

Goldfisch

Aufmerksamkeitsspanne

Zeitmanagement liegt im Trend und ist einer natürlichen Evolution geschuldet. Effizienz und Leistung prägen unsere Gesellschaft so sehr, dass zukünftige Technologien mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sein werden, die digitale Produkte noch effektiver macht.

Zahlreiche Studien belegen, dass die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des Menschen in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken ist. Oder anders gesagt: durch moderne Kommunikationsmedien und Technologien sind wir schneller abgelenkt. Das bedeutet, schnelle Wahrnehmung und Nutzerführung sind essenziell für den Erfolg eines digitalen Produktes.

Was ist Time-Saving Design?

TSDs sind augenscheinlich meist sehr einfach in Konzept und Visualität. Um ein solches Ergebnis zu erzielen braucht es allerdings Mut zur Lücke und einen aufwändigen Minimalisierungsprozess. Dieser beinhaltet nicht nur die Reduzierung der visuellen Belastung, z.B. durch minimales UI-Design oder einfache Fotokonzepte. Auch die Journeys werden so reduziert, dass der User nur noch einen Weg beschreiten kann. Am besten einen Weg der genau auf ihn zugeschnitten ist. So muss schnell eine Weiche geschaffen werden, welche die Bedürfnisse der User trennt und eindeutige Journeys einleitet. Man nennt das auch linear design.

Stoppuhr

Web-Bausteine die Zeit sparen

  1. Minimalistische Benutzeroberfläche

    Reduzierte Navigationen, eindeutige Buttons und Interaktionselemente sowie ein UI-Konzept das eindeutig die Wichtigkeit von Elementen aufzeigt.

  2. Visueller Kontrast durch Rich Content

    Unterstütze die User Journey an relevanten Stellen mit visuell ansprechenden Grafiken und Fotos. Bilder können vom menschlichen Gehirn schneller verarbeitet und gedeutet werden als Texte.

  3. Linearer Aufbau mit Detail-Möglichkeiten

    Gebe dem Nutzer einen schnellen Hauptweg vor und lasse ihn nur dann in Themen weiter eintauchen wenn er es selbst möchte. Damit kann der primäre Informationsgehalt deutlich reduziert werden und der Nutzer vertieft in relevante Informationen. Overlays helfen in diesem Prozess , da die ursprüngliche Journey nicht verlassen wird.

  4. Automatisierte Vorschläge

    Treffe Annahmen aus dem bisherigen Verhalten des Nutzers und versuche individuell die Journey weiter zu vereinfachen.

  5. Eye-Tracking und visuelle Belastung

    Die echte visuelle und damit auch mentale Belastung lässt sich hauptsächlich mit Eye-Tracking gut messen. Dieses sehr mächtige Tool ermöglicht es die Wahrnehmung soweit zu optimieren, dass man die Aufmerksamkeitsspanne des Nutzers mit den Inhalten befüllt, die man auch transportieren möchte.